IVF & ICSI

Diese Seite sollte auch über http://IVF-ICSI.sternenkind.info erreichbar sein.

Unter IVF = In-Vitro-Fertilisation ist das künstliche zusammenführen von weibl. Eizellen und männl. Samenfäden außerhalb des Mutterleibes - also in einem Reagenzglas oder in einer Petrieschale - zu verstehen.

Bei der ICSI = intra-zytoplasmatischen Spermieninjektion wird das Spermium direkt in die Eizelle gespritzt. Auch dieser Vorgang wird in der Regel außerhalb des Mutterleibes durchgeführt.

Zwischen 2000 - 2009 haben wir folgende Webseite zu diesem Thema gestaltet:

http://www.beepworld.de/members/sonnenstrahl_i/ivf-invitrofertili.htm

2011: Gerichtshof in Strassburg hat entschieden

Zwei österr. Paare hatten die Klage eingebracht. In einem fall wäre für eine künstliche Befruchtung eine Samenspende eines fremden Mannes, im zweiten Fall eine Eizellspende einer anderen Frau notwendig gewesen. Doch beides ist auch 2011 nach österr. gesetz verboten. Und soll es, wie der Gerichtshof in Strassburg entschieden hat, auch weiterhin bleiben. Eine erste Instanz hat das Verbot noch, weil menschenrechtswidrig, aufgehoben.

Der aus 17 Richtern bestehende Senat stellte fest, dass es durchaus zulässig sei, sich im Ausland mit in Österreich verbotenen Befruchtungsmethoden sich behandeln zu lassen.

Diese Urteile dürften auch Auswirkungen haben auf die Bestrebungen von Gesundheitsminister Alois Stöger, der Singles und homosexuellen Paaren die küsntliche Befruchtung erlauben wollte.

21.6.2011 krone.at: Bei Fortpflanzungsmedizin auch Kindergesundheit berücksichtigen Anässlich einer Tagung in Wien fordern Fachleute mehr Aufklärung von Eltern mit Kinderwunsch. Das Risiko für Nachwuchs, der mittels künslicher Befruchtung gezeugt wird, für Organfehlbildungen ist bis zu viermal höher. Durch die steigende Frühgeburtenrate - es sind bereits mehr als elf Prozent der Babys betroffen - kommt es häufig zu beeinträchtigter Entwicklung und Behinderung. Außerdem gibt es laut Kinderärzten zu wenig neonatologische Intensivbetreuung und geschultes Pflegepersonal.

2009: Mit künstlicher Befruchtung gezeugte Kinder haben laut einer israelischen Studie 1,5 mal häufiger Erbschäden als natürlich empfangene Kinder.

Meldung vom 04.10.2010 Rubrik: Medizin Nobelpreis für Medizin 2010: Kinder aus dem Reagenzglas Alleiniger Preisträger ist der Brite Robert Edwards für die Entwicklung der In-vitro-Fertilisation (IVF) www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/312074.html

www.aerzteblatt.de/nachrichten/42952/Nobelpreis_fuer_Pionier_der_In-vitro-Fertilisation.htm

Vier Millionen verdanken ihm ihr Leben

Aus der Wiener Krone vom 5.10.2010: Nobelpreis für den "Retortenbaby - vater"

Stockholm - 1978 kam in England das erste "Retortenbaby" zur welt: Louise Joy Brown, deren Eltern neun Jahre lang vergeblich versucht hatten, ein Kind zu bekommen, war durch künstliche Befruchtung entstanden. Robert Edwards und Patrick Steptoe hatten die Methode entwickelt - jetzt gab es dafür den Nobelpreis.

"Wir wollen schon sicher sein, dass eine Sache wirklich funktioniert, wenn wir den Medizin - Nobelpreis vergeben", erklärte Klas Klärre vom Stockholmer Komiteee Montag die späte Entscheidung.

Dr. Steptoe starb 1988, Robert Edwards wird daher allein mit dem mit einer Million Euro dotierten preis geehrt. Der 85 - Jährige lebt in einem Seniorenheim in Großbritanien. Seine Frau erklärte, er freue sich sehr über die Auszeichnung, werde aber aus gesundheitlichen Gründen nicht imstande sein, den Preis im dezember persönlich entgegen zu nehmen.

Edwards bahnbrechende Arbeit hat Millionen unfruchtbarer Paare glücklich gemacht: Seit 1978 wurden weltweit etwa vier Millionen Menschen im reagenzglas gezeugt. "Pionierin" Louise Brown ist selbst schon Mutter - auf natürliche Weise.

Eine Dänische Studie wertete Daten von 20.000 Frauen in Europa aus, welche zwischen 1989 und 2006 geboren hatten und veröffentlichte das Ergebnis in der Fachzeitschrift "Human Reproduction".

www.schattenblick.de/infopool/medizin/fachmed/mz1rp123.html

Bereits im Jahr 2002 hatte eine australische Studie ergeben, das durch IVF und ICSI gezeugte Kinder ein doppelt so hohes Risiko haben, mit Fehlbildungen geboren zu werden, wie natürlich gezeugte Kinder (Veröffentlicht im "New England Jornal of Medicine"

http://kinderwunsch-ulm.de/frameset/kiwu-new/inhalt_Br_4_2.php

www.gynaktuell.de/newsletter.php3?id=46

 

Kündigung nach In-vitro-Fertilisation ist diskriminierend

EuGH 26.2.2008, Rs C?506/06, Mayr vs Bäckerei und Konditorei Gerhard Flöckner OHG

erhöhte Fehlbildungen

Ein weiteres medizinisches Problem ist die etwas erhöhte Rate von zwei Fehlbildungen (Beckwith-Wiedemann Syndrom und Angelman Syndrom), die auf ein fehlerhaftes genetisches Imprinting bei der IVF zurückzuführen sein könnten.

Meta-Analysen haben jüngst zudem auf eine möglicherweise erhöhte Rate von Fehlbildungen hingewiesen, was aber aufgrund methodologischer Probleme derartiger Untersuchungen umstritten ist.

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